Switzerland 3

SIX: März 2013: Umsatz gesteigert

Der statistische Monatsbericht enthält die aktuellsten Kennzahlen zu Handel und Umsatz an SIX Swiss Exchange und Scoach Schweiz…..

Das 1. Quartal 2013 hat SIX Swiss Exchange mit einem klaren Umsatzplus abgeschlossen. Mit CHF 264’982 Millionen liegt der Umsatz fast 5% über dem Wert von Q1 2012 (CHF 253’228 Mio.) – und dies trotz drei Handelstagen weniger. Das Handelssegment Aktien inklusive Fonds und ETPs verzeichnete dabei ein zweistelliges Wachstum von +10.4%. Vergleicht man allein die Werte von März 2013 mit denen des Vormonats, so beträgt das Wachstum im wichtigsten Segment der Schweizer Börse sogar 12.5%; insgesamt betrug der Umsatz im März CHF 89’863 Mio.

Das Transaktionsvolumen an SIX Swiss Exchange und Scoach Schweiz blieb im 1. Quartal 2013 stabil: Mit insgesamt 8’481’510 Abschlüssen liegt es 0.3% über dem Wert der gleichen Periode im Vorjahr. Gegenüber Februar 2013 wurden im März jedoch 4.1% mehr Transaktionen getätigt (total: 2’822’551); auch hier konnte das Segment Aktien inkl. Fonds und ETPs mit 4.5% leicht besser abschneiden (insgesamt 2’630’977 Abschlüsse).
Neues Segment für Sponsored Funds

Im März 2013 enthielt das Ergebnis des Segments Aktien inklusive Fonds und ETPs erstmals auch die Zahlen von Sponsored Funds. Dieses neue Segment ermöglicht es, traditionelle Anlagefonds wie Aktien zu handeln.

Quelle: ETFWorld.de – SIX Swiss Exchange

Deutsche Börse zweifelt Wirkung einer Finanztransaktionssteuer an
Eklatanter Widerspruch zwischen politischen Zielen und Wirkungen/Risikoimport durch die Hintertür

 

Die Deutsche Börse zweifelt den Sinn des heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Vorschlags einer Finanztransaktionssteuer an. Die Wirkungen dieser potentiellen Steuer stehen in einem diametralen Widerspruch zu den aus der Finanzkrise abgeleiteten politischen Zielen: auf der einen Seite will die Europäische Union berechtigterweise Transparenz und Stabilität der Finanzmärkte erhöhen und den Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligen. Auf der anderen Seite wird genau eine derartige Steuer dafür sorgen, dass Finanztransaktionen vermehrt in weniger regulierte und intransparente Märkte verlagert werden. Mögliche systemische Risiken bleiben damit unverändert, sie werden bloß dem Einfluss und der Kontrolle der Aufsicht entzogen.

Durch eine Einführung in nur 11 Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden sich diese negativen Effekte noch intensivieren. Zumal sich Länder mit wichtigen Finanzplätzen wie London und Luxembourg nicht an einer verstärkten Zusammenarbeit beteiligen werden. Dies wird eine einseitige Schwächung des Finanzstandortes Deutschlands mit massiven wirtschaftlichen Folgen nach sich ziehen.

Eine Steuer auf Finanztransaktionen nach dem Vorschlag der EU Kommission wäre somit ein Geschenk an die weniger regulierten und intransparenten Finanzmärkte. Länder, die eine Finanztransaktionssteuer einführen, importieren so durch die Hintertür wieder genau die Risiken für Kunden und Verbraucher, die sie eigentlich abstellen wollten. Damit läuft eine solche Steuer den Bestrebungen der G-20 entgegen, nach der Finanzkrise die regulierte und transparente Finanzmarktinfrastruktur zu stärken.

Außerdem werden auch all diejenigen die Steuer zahlen, die gemeinhin nicht zu den Verursachern der Krise zählen. Im Gegenteil: Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie werden sich infolge der steigenden Transaktionskosten wesentlich höheren Kapitalbeschaffungskosten gegenübersehen. Auch viele Sparer und Privathaushalte hätten mit großen finanziellen Einbußen zu rechnen, da die Steuer direkt ihren Altersvorsorgeprodukten belastet wird.


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