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Rund 7,7 Milliarden Euro Monatsumsatz an der Börse Stuttgart

Zuwächse bei Hebelprodukten
Index- und Partizipationszertifikate gefragt…..

 


Im Februar 2013 setzte die Börse Stuttgart nach Orderbuchstatistik rund 7,7 Milliarden Euro um. Damit ging das Handelsvolumen gegenüber Januar leicht zurück.

Der Hauptanteil des Umsatzes entfiel auf verbriefte Derivate. In dieser Anlageklasse belief sich das Handelsvolumen im Februar auf rund 3,6 Milliarden Euro und lag damit nahezu auf dem Ni-veau des Vormonats. Insgesamt wurden Anlageprodukte mit einem Volumen von rund 2,1 Milliarden Euro an der Börse Stuttgart gehandelt. Dabei legte der Umsatz mit Index- und Partizipations-Zertifikaten gegenüber Januar um mehr als ein Viertel zu. Hebelprodukte trugen im Februar mehr als 1,5 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz bei – ein Plus von über 9 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Im Anleihenhandel wurden im Februar rund 2,6 Milliarden Euro umgesetzt. Dabei entfielen rund 1,2 Milliarden Euro auf den Handel mit Unternehmensanleihen.
Mit Aktien wurde im Februar über 1 Milliarde Euro umgesetzt. Während der Inlandsaktienhandel im Vergleich zum Vorjahresmonat ein geringeres Handelsvolumen verzeichnete, konnte der Handel mit Auslandsaktien im Jahresvergleich leicht zulegen. Bei Inlandsaktien betrug der Umsatz rund 816 Millionen Euro, bei Auslandsaktien knapp 227 Millionen Euro.
Im Handel mit Investmentfonds und Exchange Traded Products (ETPs) lag das Handelsvolumen im Februar bei rund 471 Millionen Euro. ETPs trugen rund 429 Millionen Euro zum Handelsvolumen bei. Auf aktiv gemanagte Fonds entfielen 42 Millionen Euro.

Hinweise zur Monatsstatistik:
Die Monatsstatistik der Börse Stuttgart wird auf Basis des Orderbuchumsatzes ausgewiesen. Damit werden alle Umsätze der gehandelten Wertpapiere für jeden Handelstag nachvollziehbar und überprüfbar dokumentiert. Die Erfassung der Wertpapiergeschäfte nach Orderbuch wird von allen intermediär gestützten deutschen Börsenplätzen angewendet und dient als Vergleichsbasis der Handelsumsätze. Für die Anlageklasse der verbrieften Derivate ermittelt die Börse Stuttgart zudem die Handelsumsätze nach ausgeführtem Kundenordervolumen und übermittelt diese an den Deutschen Derivate Verband (DDV). Damit ist die Vergleichbarkeit unterschiedlicher Handelsplätze auch bei verbrieften Derivaten gewährleistet.
Quelle: ETFWorld.de – Börse Stuttgart

Deutsche Börse zweifelt Wirkung einer Finanztransaktionssteuer an
Eklatanter Widerspruch zwischen politischen Zielen und Wirkungen/Risikoimport durch die Hintertür

 

Die Deutsche Börse zweifelt den Sinn des heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Vorschlags einer Finanztransaktionssteuer an. Die Wirkungen dieser potentiellen Steuer stehen in einem diametralen Widerspruch zu den aus der Finanzkrise abgeleiteten politischen Zielen: auf der einen Seite will die Europäische Union berechtigterweise Transparenz und Stabilität der Finanzmärkte erhöhen und den Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligen. Auf der anderen Seite wird genau eine derartige Steuer dafür sorgen, dass Finanztransaktionen vermehrt in weniger regulierte und intransparente Märkte verlagert werden. Mögliche systemische Risiken bleiben damit unverändert, sie werden bloß dem Einfluss und der Kontrolle der Aufsicht entzogen.

Durch eine Einführung in nur 11 Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden sich diese negativen Effekte noch intensivieren. Zumal sich Länder mit wichtigen Finanzplätzen wie London und Luxembourg nicht an einer verstärkten Zusammenarbeit beteiligen werden. Dies wird eine einseitige Schwächung des Finanzstandortes Deutschlands mit massiven wirtschaftlichen Folgen nach sich ziehen.

Eine Steuer auf Finanztransaktionen nach dem Vorschlag der EU Kommission wäre somit ein Geschenk an die weniger regulierten und intransparenten Finanzmärkte. Länder, die eine Finanztransaktionssteuer einführen, importieren so durch die Hintertür wieder genau die Risiken für Kunden und Verbraucher, die sie eigentlich abstellen wollten. Damit läuft eine solche Steuer den Bestrebungen der G-20 entgegen, nach der Finanzkrise die regulierte und transparente Finanzmarktinfrastruktur zu stärken.

Außerdem werden auch all diejenigen die Steuer zahlen, die gemeinhin nicht zu den Verursachern der Krise zählen. Im Gegenteil: Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie werden sich infolge der steigenden Transaktionskosten wesentlich höheren Kapitalbeschaffungskosten gegenübersehen. Auch viele Sparer und Privathaushalte hätten mit großen finanziellen Einbußen zu rechnen, da die Steuer direkt ihren Altersvorsorgeprodukten belastet wird.


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