EUR USD (1,2190) Gestern Früh konnte man den Eindruck gewinnen, Devisenhändler hätten gemeinsam auf die europäische Eröffnung gewartet, um dann gleichzeitig auf den Euro einzudreschen. Die Bewegung, die ein bisschen wie …
abgesprochen aussah, hing wahrscheinlich mit der mangelnden Liquidität des Vortages zusammen. D. h., am Montag hätten vermutlich mehr Akteure auf den Rücktritt Köhlers reagiert, wenn der Markt nicht feiertagsbedingt stark dezimiert gewesen wäre. Denn die plötzliche Amtsniederlegung Köhlers wirkte nicht nur auf viele Bundesbürger befremdend; sie hat auch im Ausland für Irritationen gesorgt. Es hat sich gestern aber wohl schnell herumgesprochen, dass der Bundespräsident zwar das höchste deutsche Amt innehat, die wichtigste Führungspersönlichkeit jedoch Bundeskanzlerin Merkel ist. Letztere hat aber ebenfalls sichtliche Probleme. Die jüngste Forsa-Umfrage unter 2.003 Wahlberechtigten belegt, dass die Zustimmung für die CDU/CSU auf das tiefste Niveau seit vier Jahren gefallen ist. Und das, obwohl die Erhebung noch vor dem Köhler-Rücktritt durchgeführt wurde! Ausländischen Investoren kann man also nicht verübeln, wenn ihnen die größte Volkswirtschaft der EU politisch etwas angeschlagen vorkommt. Deshalb gleich den Euro zu verkaufen, dürfte aber eine überzogene Reaktion sein. Vom Vier-Jahres-Tief bei 1,2110 (Konsolidierungsunterkante) eilte er binnen kurzer Zeit auf ein neues Tageshoch. Dieses Tief dürfte zwar noch einmal unterboten werden. Vorher könnten sich aber kräftige Gegenbewegungen bis 1,2645 entfalten. 10 Stellen vor letzterer Marke erwägen wir eine Short-Strategie, mit einem Risikolimit von 45 Stellen.
USD JPY (91,35) Die politische Instabilität, der sich Japan ausgesetzt sieht, gipfelte jetzt in der Rücktrittsankündigung Yukio Hatoyamas. Der Regierungschef, dessen Beliebtheitswerte zuletzt massiv bröckelten, zieht damit nur neun Monate nach seinem Amtsantritt die Konsequenzen aus den Parteispendenskandalen und dem umstrittenen Verbleib eines US-Luftwaffenstützpunktes auf Okinawa. Ein Schritt, den die Mehrheit der Yen-Händler eigentlich begrüßt haben dürfte, wenn man einmal davon ausgeht, dass jüngste Meinungsumfragen nicht nur für die Gesamtheit der Bevölkerung repräsentativ sind, sondern auch für die Investorenschar. Dass der Yen in Reaktion auf die Neuigkeit dennoch absackte, wird nicht nur damit begründet, dass die Wirtschaft des Landes aufgrund der herrschenden Unsicherheit nun möglicherweise stärker von der BoJ und deren lockerer Geldpolitik abhängen dürfte, sondern auch mit dem möglichen Nachfolger Hatoyamas, Finanzminister Naoto Kan, in Verbindung gebracht. Dieser habe nämlich stets seine Präferenz für einen schwächeren Yen bekundet, hieß es, sodass im Zweifel auch mit Interventionen am Währungsmarkt gerechnet
werden müsste. Wir sehen für USD/JPY indes nach wie vor eine Konsolidierung zwischen 89,10 und 93,65. Erste Nachfrage liegt bei 90,20, erstes Angebot bei 91,90.
EUR JPY (111,35) Nach Überschreiten des Stabilitätspunktes bei 113,65 würden wir eine bullishe Strategie eingehen (Risikolimit 112,95, Kursziel 116,75). Unterstützung wartet bei 109,60 und 108,10.
GBP USD (1,4670) Die gestrige Rallye hat das Aufwärtspotenzial, welches wir dem Pfund zuletzt attestierten, sogar übertroffen. Wir erwarten nun weitere Kursgewinne bis 1,4900 und dann bis 1,5225. An der Unterseite liegt die Schlüsselunterstützung nun bei 1,4440. Mit besagter Marke als Risikolimit könnte ein Rücksetzer auf 1,4550 genutzt
werden, um eine bullishe Strategie zu etablieren.
AUD USD (0,8295) Der Austral-Dollar ist weiterhin angeschlagen – von Stabilität könnte erst oberhalb von 0,8560/70 die Rede sein. Zuvor gilt es allerdings, den Zwischenwiderstand bei 0,8475 aufzubrechen. Unterstützung erwartet ihn derweil bei 0,8265 und bei 0,8180.
abgesprochen aussah, hing wahrscheinlich mit der mangelnden Liquidität des Vortages zusammen. D. h., am Montag hätten vermutlich mehr Akteure auf den Rücktritt Köhlers reagiert, wenn der Markt nicht feiertagsbedingt stark dezimiert gewesen wäre. Denn die plötzliche Amtsniederlegung Köhlers wirkte nicht nur auf viele Bundesbürger befremdend; sie hat auch im Ausland für Irritationen gesorgt. Es hat sich gestern aber wohl schnell herumgesprochen, dass der Bundespräsident zwar das höchste deutsche Amt innehat, die wichtigste Führungspersönlichkeit jedoch Bundeskanzlerin Merkel ist. Letztere hat aber ebenfalls sichtliche Probleme. Die jüngste Forsa-Umfrage unter 2.003 Wahlberechtigten belegt, dass die Zustimmung für die CDU/CSU auf das tiefste Niveau seit vier Jahren gefallen ist. Und das, obwohl die Erhebung noch vor dem Köhler-Rücktritt durchgeführt wurde! Ausländischen Investoren kann man also nicht verübeln, wenn ihnen die größte Volkswirtschaft der EU politisch etwas angeschlagen vorkommt. Deshalb gleich den Euro zu verkaufen, dürfte aber eine überzogene Reaktion sein. Vom Vier-Jahres-Tief bei 1,2110 (Konsolidierungsunterkante) eilte er binnen kurzer Zeit auf ein neues Tageshoch. Dieses Tief dürfte zwar noch einmal unterboten werden. Vorher könnten sich aber kräftige Gegenbewegungen bis 1,2645 entfalten. 10 Stellen vor letzterer Marke erwägen wir eine Short-Strategie, mit einem Risikolimit von 45 Stellen.
USD JPY (91,35) Die politische Instabilität, der sich Japan ausgesetzt sieht, gipfelte jetzt in der Rücktrittsankündigung Yukio Hatoyamas. Der Regierungschef, dessen Beliebtheitswerte zuletzt massiv bröckelten, zieht damit nur neun Monate nach seinem Amtsantritt die Konsequenzen aus den Parteispendenskandalen und dem umstrittenen Verbleib eines US-Luftwaffenstützpunktes auf Okinawa. Ein Schritt, den die Mehrheit der Yen-Händler eigentlich begrüßt haben dürfte, wenn man einmal davon ausgeht, dass jüngste Meinungsumfragen nicht nur für die Gesamtheit der Bevölkerung repräsentativ sind, sondern auch für die Investorenschar. Dass der Yen in Reaktion auf die Neuigkeit dennoch absackte, wird nicht nur damit begründet, dass die Wirtschaft des Landes aufgrund der herrschenden Unsicherheit nun möglicherweise stärker von der BoJ und deren lockerer Geldpolitik abhängen dürfte, sondern auch mit dem möglichen Nachfolger Hatoyamas, Finanzminister Naoto Kan, in Verbindung gebracht. Dieser habe nämlich stets seine Präferenz für einen schwächeren Yen bekundet, hieß es, sodass im Zweifel auch mit Interventionen am Währungsmarkt gerechnetwerden müsste. Wir sehen für USD/JPY indes nach wie vor eine Konsolidierung zwischen 89,10 und 93,65. Erste Nachfrage liegt bei 90,20, erstes Angebot bei 91,90.
EUR JPY (111,35) Nach Überschreiten des Stabilitätspunktes bei 113,65 würden wir eine bullishe Strategie eingehen (Risikolimit 112,95, Kursziel 116,75). Unterstützung wartet bei 109,60 und 108,10.
GBP USD (1,4670) Die gestrige Rallye hat das Aufwärtspotenzial, welches wir dem Pfund zuletzt attestierten, sogar übertroffen. Wir erwarten nun weitere Kursgewinne bis 1,4900 und dann bis 1,5225. An der Unterseite liegt die Schlüsselunterstützung nun bei 1,4440. Mit besagter Marke als Risikolimit könnte ein Rücksetzer auf 1,4550 genutztwerden, um eine bullishe Strategie zu etablieren.
AUD USD (0,8295) Der Austral-Dollar ist weiterhin angeschlagen – von Stabilität könnte erst oberhalb von 0,8560/70 die Rede sein. Zuvor gilt es allerdings, den Zwischenwiderstand bei 0,8475 aufzubrechen. Unterstützung erwartet ihn derweil bei 0,8265 und bei 0,8180.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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