EUR USD (1,2180) Wenn heute die Finanzminister und Notenbanker der G20-Staaten in der südkoreanischen Stadt Busan tagen, wird man sich zumindest in einer Hinsicht einig sein: Die Konsolidierungsbestrebungen dürfen das globale Wirtschaftswachstum nicht gefährden. Am Ende dürften…
sich jedoch zwei große Lager heraus kristallisieren. Auf der einen Seite finden wir die meisten europäischen Staaten und neuerdings auch Großbritannien, die sich mehr oder weniger starken Sparplänen verschrieben haben. Auf der anderen Seite stehen in erster Linie die USA, die sich auf Stimulusprogramme verlassen und dabei auch Erfolge zu präsentieren haben – die heutigen US-Arbeitsmarktdaten dürften geeignet sein, diesen Trend zu bestätigen. Bei den Sparern dürfte indes Deutschland den Ton angeben, wobei längst nicht ausgemacht ist, was hierzulande fiskalisch geschehen soll. Sparen ohne Wachstumsbremse wird zwar die Devise nach dem Treffen der G-20 lauten, über die die Regierung letztlich entscheiden muss. Was man allerdings von der Handlungsfähigkeit der deutschen Kanzlerin hält, wird klar, wenn man manche Pressereaktion hierzulande (FTD: „Mutti bekommt Schwiegersohn“) auf den überraschend vorgenommenen Kandidatenwechsel für das Amt des Bundespräsidenten sieht. Und so sollte es nicht verwundern, wenn man auch hierzulande für den Euro wenig Hoffnung sieht. Immerhin steht noch mit 1,2110 die Untergrenze einer Konsolidierung. Im Falle einer stärkeren Gegenbewegung würden wir bei 1,2630 gar eine Short-Strategie (Risikolimit 1,2690) erwägen.
USD JPY (92,70) Der Nachfolger des zurückgetretenen Premiers Hatoyama, Naoto Kan, hat dank seiner offen ausgelebten Antipathie gegen jegliche Aufwertung der japanischen Währung, für viele Marktteilnehmer den Stellenwert eines Yen-Puts. Und da er schon als Finanzminister des Öfteren Druck auf die Notenbank ausübte, ist es für Yen-Händler praktisch schon ausgemachte Sache, dass sich dieses Verhalten in seiner neuen Rolle als Premierminister noch verstärken wird. Auch bei der zukünftigen Ausrichtung von Japans Schuldenpolitik erwartet der Markt klare Aussagen:
Ein Premier mit Finanzmarktkompetenz wird die Haushaltskonsolidierung ernst nehmen und schon bald umsetzungsfähige Vorschläge präsentieren. Von einer Erhöhung der Umsatzsteuer ist bereits die Rede. Der Dollar konnte von all diesen Spekulationen profitieren. Allerdings findet die Erholung nach wie vor innerhalb einer breiten
Konsolidierung statt, die zwischen 89,10 und 93,65 verläuft. Neue Nachfrage findet sich nun bei 92,00.
EUR JPY (112,90) Der Kursverlauf des vergangenen Monats lässt es bereits vermuten: Aus dem Euro sind Anleger scharenweise geflüchtet. Unter den Verkäufern befanden sich auch die Margin-Trader der TFX. Die Daten der Börse zeigen, dass sie seit Anfang Mai ihre Long- Positionen um sage und schreibe 70 Prozent abgespeckt haben. Allein in der vergangenen Woche sanken sie um fast ein Drittel. Eigentlich sind dies hervorragende Bedingungen für eine Euro-Erholung, auf die wir mit einer bullishen Strategie gesetzt hatten. Leider ist gestern aber unser Risikolimit unterschritten worden. Aufwärtspotenzial bis 115,25/40 besteht aber weiterhin, jedenfalls solange die Unterstützung bei 110,10 verteidigt wird. Davor wartet noch Nachfrage bei 112,00.
GBP USD (1,4635) Das Pfund macht eine Pause und konsolidiert die jüngsten Gewinne. Sterling bleibt aber weiter auf Kurs in Richtung 1,4900 und danach bis 1,5225. Fast wäre uns sogar der Einstieg in eine bullishe Strategie gelungen. Nun versuchen wir es erneut bei 1,4525/50, mit Risikolimit darunter.
AUD USD (0,8445) AUD konnten sich zwar vom jüngsten Schwächeanfall erholen, aber Stabilität würde erst oberhalb von 0,8560/70 erreicht. Solange das Währungspaar darunter gehandelt wird, sehen wir Risiko bis 0,8265 und 0,8185.
Quelle: Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend
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