Die Nettomittelzuflüsse auf dem europäischen ETF-Markt waren im Februar 2015 änhlich hoch, wie der 3-Jahres-Rekord vom Januar 2015; sie betrugen insgesamt 10,4 Milliarden Euro. Das nun in ETFs verwaltete Vermögen beträgt 424 Milliarden Euro und stieg damit seit Jahresbeginn um 17%, unterstützt von einem positiven Markteinfluss in Höhe von 6,8%*…
Marlène Hassine – Head of ETF Research – Lyxor ETF
ETF-Barometer März 2015 von Lyxor
Dabei verzeichneten ETFs auf alle wesentlichen Anlageklassen nahezu 3-Jahres-Rekordzuflüsse in einem von zunehmenden Risikoappetit geprägten Marktumfeld.
ETFs, die Aktienindizes abbilden, erreichten mit Nettomittelzuflüssen in Höhe von 6,2 Milliarden Euro nahezu das Rekordniveau aus dem Vormonat. Die Aussicht auf die Lockerung der Geldpolitik in Europa führte dazu, dass Investoren europäische Aktien-ETFs bevorzugten; diese verzeichneten Nettomittelzuflüsse in Höhe von 5,3 Milliarden Euro. Im Gegensatz dazu kam es bei ETFs auf US-amerikanische Aktienindizes zum ersten Mal seit drei Jahren zu Rückflüssen (-682 Millionen Euro). Vor dem Hintergrund abnehmender Deflationsgefahren und wieder ansteigender Ölpreise verzeichneten Aktien-ETFs auf Indizes aus den Schwellenländern Zuflüsse in Höhe von 568 Millionen Euro. Diese Entwicklung folgt nun nach signifikanten Rückflüssen während der vergangenen zwei Monate und zeigt sich vor allem bei ETFs auf indische sowie globale MSCI Aktienindizes.
ETFs auf Anleiheindizes lagen mit +3,9 Milliarden Euro ebenfalls in der Nähe der Rekordzuflüsse vom Januar; interessanterweise haben Anleihe-ETFs aller Kategorien davon profitiert. ETFs auf europäische Staatsanleihen- Indizes und Unternehmensanleihen profitieren von der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 711 Millionen Euro bzw. 1,2 Milliarden Euro. Hochzins-ETFs wurden weiterhin wegen ihres Renditepotenzials von Investoren nachgefragt und verzeichneten Rekordzuflüsse in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Ebenfalls profitieren konnten ETFs auf Anleihe-Indizes der Schwellenländer (+711 Millionen Euro).
Der Rohstoffbereich verzeichnete im Februar 2015 eine Trendwende mit Zuflüssen in Höhe von 226 Millionen Euro, die sich vor dem Hintergrund wieder steigender Ölpreise vor allem bei marktbreiten ETFs zeigten.
Source: ETFWorld.de
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