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Leerverkaufsverbot sorgt für neue Unsicherheit

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EUR USD (1,2190) Seit gestern Abend ist es das deutsche Leerverkaufsverbot, das für alles Ungemach auf sämtlichen Märkten herhalten muss. Es sind weniger die…..

Konsequenzen aus der Beschränkung von nackten Leerverkäufen der zehn größten deutschen Finanzaktien, der Staatsanleihen der Euroländer und dem Verbot von ungedeckten Geschäften mit Kreditausfallversicherungen. Es ist vielmehr die Unsicherheit, die die neuerliche Risikoaversion rund um den Globus ausgelöst hat. Unsicherheit zunächst über das Wie: Wie genau sehen die Regeln aus, für wen genau gelten sie? Überdies steht vor allem die Frage im Raum, was als nächstes auf dieses Verbot folgt, die den Markt in einer Phase der relativen Beruhigung völlig überrascht hat. Eines ist aber sicher heute Morgen: Der Devisenmarkt ist und wird von derlei Maßnahmen nicht betroffen sein. Den Euro zu verkaufen, ist daher das einfachste und sicherste Mittel für die Akteure, ihrer Skepsis ob des weiteren politischen Pfades Ausdruck zu verleihen – daher das neue Euro-Korrekturtief. Das meiste Handelsvolumen ging gestern jedoch schon vor dem neuerlichen Schwächeanfall des Euro um. Als dieser sein Vortagshoch überschritt, sahen sich wohl viele Händler versucht, auf eine Fortsetzung der Erholung zu setzen. Diese Kurzzeit-Optimisten warten vermutlich nur darauf, ihre gestrandeten Long-Positionen wieder glattzustellen und zwar zwischen 1,2370 und 1,2440. Davor rechnen wir nicht mit nennenswertem Angebot. Derweil wartet Unterstützung bei 1,2110 und 1,2035.

Hierunter würde sich aber weiteres Abwärtsrisiko bis 1,1550 erstrecken. USD JPY (91,90) Nach der heftigen Gegenbewegung, die dem Kurssturz Anfang Mai folgte, fehlt es den Marktteilnehmern etwas an Orientierung. Während der letzten Handelstage schien der USD eine Art Konsolidierungsunterkante um 92 Yen zu bilden. Diesen Bereich hat er heute Morgen nach unten durchstoßen, ist aber danach gleich wieder nach oben geschnellt. Dies ist ein Hinweis, dass unter der 92er Marke lediglich kurzfristige Short-Spieler Interesse an weiter fallenden Kursen haben, es aber an „echten“ Verkäufern mangelt. Grund genug, an eine Fortsetzung der jüngsten Erholung zu glauben, die bis 94,90 reichen sollte. Letztere Marke visieren wir sogleich als Kursziel an und nutzen dafür die erste Unterstützung bei 91,60 als Risikolimit. Unabhängig davon, liegt der Stabilitätsanker aber nach wie vor bei 89,60.

EUR JPY (112,05) Mit dem Ausruf des Leerverkaufsverbots haben die Politiker der Einheitswährung kurzfristig keinen Gefallen getan. In Japan zumindest sieht man die Sache skeptisch und hält Liquidität der Kunden, die für die europäischen Märkte reserviert ist, erst einmal zurück oder empfiehlt, sie in andere Märkte umzuleiten. Entsprechend wurde der Euro heute Morgen in Asien gemieden. Als Konsequenz rutschte er unter seine kurzfristige Schlüsselunterstützung. Nun reicht das Risiko bis 110,50 und darunter bis 109,10. Widerstand wird bei 113,70 und 115,50 zu spüren sein.

GBP USD (1,4285) Auch gestern schienen sich Sterling-Händler stark am Kursverlauf des Euro zu orientieren. Angeblich waren es aber die auf ein 17-Monatshoch gestiegenen britischen Inflationsdaten, die dem Handel einheizten. Analysten stellten zynisch die Frage, wann denn endlich die Niedriginflationsphase komme, die von der BoE zu Jahresbeginn angekündigt wurde. Am Ende sah man jedoch kein Eigenleben des Pfundes, sondern nur Investoren, die Risiko-Aversion vor Augen hatten. Die Nachfrage bis zu unserer 1,4180er Unterstützung (derzeit das Risikopotenzial) sowie bis 1,3650 bleibt weiter dürftig. Die stärkste Widerstandszone liegt bei 1,4530/80.

AUD USD (0,8550) AUD beschleunigten ihren Kursverfall heute Morgen, wodurch sich weiteres Abwärtspotenzial bis auf 0,8185 entwickelt hat. Widerstände liegen nun bei 0,8605 und bei 0,8650.

Quelle:  Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend  


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