Seit Anfang 2013 wurden an SIX Swiss Exchange und Scoach CH insgesamt 14‘727‘457 Abschlüsse getätigt. Das ist ein Plus von 4.9% gegenüber dem Vorjahr. Zulegen konnte das Segment Aktien inkl. Fonds + ETPs (+5.0%) mit 13‘696‘319 Abschlüssen. Das Segment ETFs war mit 417‘613 Abschlüssen ebenfalls mit 24.6% im Plus gegenüber dem Vorjahr.…
Der Handelsumsatz aller Wertpapiere ist seit Jahresbeginn 2013 gesamthaft um 11.3% auf CHF 446.3 Mia. gestiegen. Dazu beigetragen haben vor allem die anziehenden Umsätze in den Segmenten Aktien inkl. Fonds + ETPs (+16.9%) und den ETFs (+25.8%). Klar rückläufig gegenüber dem Vorjahr waren die Umsätze bei den Anleihen CHF mit -11.7% auf CHF 70.6 Mia.
Im Mai wurden insgesamt 3‘089‘779 Abschlüssen (-2.1% gegenüber dem Vormonat) mit einem Umsatz von CHF 87.6 Mia. (-6.5%) in den Wertpapieren getätigt. Die Anzahl Abschlüsse in den Aktien inkl. Fonds + ETPs waren mit 2‘879‘182 im Vergleich zum April ebenfalls im Minus (-1.9%). Bei den ETFs verkleinerte sich der Handelsumsatz um -10.6% auf CHF 8.4 Mia. und die Anzahl der Abschlüsse sank um -13.4% auf 84‘302, bei den Strukturierten Produkten und Warrants stiegen die Umsätze um satte 45.8% auf CHF 3.8 Mia. Die Anzahl Abschlüsse erhöhten sich leicht um +0.3% auf 83‘262. Bei den Anleihen CHF stiegen die Abschlüsse auf 41‘560 (+7.3%) und die Umsätze auf CHF 13.1 Mia. (+20.5%).
Im Mai wurden 22 neue CHF Anleihen (-37.1%) und 4‘009 neue Strukturierte Produkte und Warrants (-11.8%) zugelassen. Damit wurden seit Jahresbeginn insgesamt 135 neue CHF Anleihen (-11.8%) und 20‘174 neue Strukturierte Produkte und Warrants (-4.1%) kotiert.
„Sell in may and go away“ galt für diesen Mai 2013 nicht. Die Aktienindizes tendierten höher gegenüber April 2013 : Der Blue-Chip-Index SMI® schloss bei 7‘947.0 Punkten (+0.5% gegenüber dem Vormonat, +16.5% gegenüber Ende 2012), der SLI Swiss Leader Index® PR bei 1‘205.5 Punkten (+1.6% gegenüber Vormonat, +16.2% gegenüber Ende 2012) und der breiter gefasste SPI® bei 7‘495.1 Punkten (+1.0% gegenüber Vormonat, +19.2% gegenüber Ende 2012).
Quelle: ETFWorld.de – SIX Swiss Exchange
Deutsche Börse zweifelt Wirkung einer Finanztransaktionssteuer an
Eklatanter Widerspruch zwischen politischen Zielen und Wirkungen/Risikoimport durch die Hintertür
Die Deutsche Börse zweifelt den Sinn des heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Vorschlags einer Finanztransaktionssteuer an. Die Wirkungen dieser potentiellen Steuer stehen in einem diametralen Widerspruch zu den aus der Finanzkrise abgeleiteten politischen Zielen: auf der einen Seite will die Europäische Union berechtigterweise Transparenz und Stabilität der Finanzmärkte erhöhen und den Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligen. Auf der anderen Seite wird genau eine derartige Steuer dafür sorgen, dass Finanztransaktionen vermehrt in weniger regulierte und intransparente Märkte verlagert werden. Mögliche systemische Risiken bleiben damit unverändert, sie werden bloß dem Einfluss und der Kontrolle der Aufsicht entzogen.
Durch eine Einführung in nur 11 Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden sich diese negativen Effekte noch intensivieren. Zumal sich Länder mit wichtigen Finanzplätzen wie London und Luxembourg nicht an einer verstärkten Zusammenarbeit beteiligen werden. Dies wird eine einseitige Schwächung des Finanzstandortes Deutschlands mit massiven wirtschaftlichen Folgen nach sich ziehen.
Eine Steuer auf Finanztransaktionen nach dem Vorschlag der EU Kommission wäre somit ein Geschenk an die weniger regulierten und intransparenten Finanzmärkte. Länder, die eine Finanztransaktionssteuer einführen, importieren so durch die Hintertür wieder genau die Risiken für Kunden und Verbraucher, die sie eigentlich abstellen wollten. Damit läuft eine solche Steuer den Bestrebungen der G-20 entgegen, nach der Finanzkrise die regulierte und transparente Finanzmarktinfrastruktur zu stärken.
Außerdem werden auch all diejenigen die Steuer zahlen, die gemeinhin nicht zu den Verursachern der Krise zählen. Im Gegenteil: Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie werden sich infolge der steigenden Transaktionskosten wesentlich höheren Kapitalbeschaffungskosten gegenübersehen. Auch viele Sparer und Privathaushalte hätten mit großen finanziellen Einbußen zu rechnen, da die Steuer direkt ihren Altersvorsorgeprodukten belastet wird.
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