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EZB will Liquidität rasch abschöpfen

Die EZB will die jüngst in den Markt gepumpten Milliardenbeträge aus ihrem umstrittenen Staatsanleiheprogramm schnell wieder absaugen. Die Zentralbank kündigte am Montag an, bereits am Dienstag einen Schnelltender für Wocheneinlagen aufzulegen. Mit der Teilnahme an der Auktion...….

 

sollen Banken die Möglichkeit erhalten, ihr Geld vorübergehend bei der Zentralbank zu parken und dafür einen Zinssatz von bis zu 1 Prozent zu erhalten. Wie die EZB weiter mitteilte, hat sie in der vorigen Woche bereits Staatsanleihenkäufe im Volumen von 16,5 Mrd. EUR abgewickelt.
Die Notenbank kündigte an, nächste Woche wiederum Liquidität aus dem Markt abschöpfen zu wollen.

IW sieht Erholung trotz Krise
Nach Ansicht des IW-Instituts bleibt die deutsche Wirtschaft trotz der Euro- und Schuldenkrise auf Erholungskurs. Die Unternehmen profitierten vor allem vom Aufschwung in den Schwellenländern, erklärte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Montag zu seiner Umfrage unter mehr als 2.000 Firmen. Die Konjunktur werde im laufenden Jahr um rund 1,75 Prozent wachsen und im nächsten Jahr noch einmal um gut 2 Prozent zulegen. Fast jede zweite Firma gehe 2010 von einem Produktionsplus aus, nur 18 Prozent rechneten mit einem weiteren Rückgang. Während der Export wieder zu alter Stärke zurückfinde und kräftig wachse, entwickelten sich die Investitionen noch verhalten. „Hier machen sich vor allem die immer noch unterausgelasteten Kapazitäten bemerkbar“, erklärten die Forscher. Eine Entlassungswelle stehe nicht bevor. Jedes fünfte Unternehmen plane zwar, Stellen zu streichen. Genau so viele beabsichtigten aber, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.

Großbritannien will der Schuldenfalle entfliehen

Die neue britische Koalitionsregierung will mit drastischen Sparmaßnahmen aus der Schuldenfalle entkommen. Bis zum 22. Juni soll ein Nothaushalt auf den Weg gebracht werden, um das Rekorddefizit des Landes „deutlich zu senken“, wie Schatzkanzler George Osborne am Montag bei einer Pressekonferenz mitteilte. Der konservative Finanzminister will alle Haushaltsentscheidungen der abgewählten Labour- Regierung für 2010 erneut auf den Prüfstand stellen. Sollte das Defizit weiter aus dem Ruder laufen, könne das „verheerende“ Folgen haben, warnte Osborne. Der Haushalt werde den „künftigen Steuerund Ausgabenkurs“ der neuen Regierung abstecken. Zudem sollen Wirtschaftsprognosen künftig nicht mehr von britischen Finanzministerium, sondern dem „Amt für verantwortliche Haushaltsführung“ abgegeben werden. Das eigens geschaffene, unabhängige Organ wird von Alan Budd, einem ehemaligen Mitglied des geldpolitischen Komitees (MPC) der Bank of England, geleitet.

EU gibt sich beim CDS-Verbot reserviert
Die EU-Kommission hat zurückhaltend auf die Forderung nach einem Verbot von Kreditausfallversicherungen reagiert. Die Kommission werde sich mit dem gesamten Thema im Oktober sehr ernsthaft beschäftigen, sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Montag in Brüssel. Verbote von Credit Default Swaps (CDS), mit denen sich Anleger gegen den Ausfall von Krediten absichern können, lehnte er bisher ab. Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Griechenland wollen dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou zufolge auf Ebene der G20 eine Schließung dieses Marktes fordern. Dies habe er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Präsident Nicolas Sarkozy und dem Luxemburger Regierungschef Jean-Claude Juncker in einem gemeinsamen Brief an US-Präsident Barack Obama angeregt, wie Papandreou dem Handelsblatt mitteilte.

Stark gilt als Favorit für den Bundesbank-Vorsitz
Die Bundesregierung sieht einem Zeitungsbericht zufolge das EZB-Präsidiumsmitglied Jürgen Stark als Favorit für die künftige Führung der Bundesbank. Stark solle Bundesbank-Präsident Axel Weber nachfolgen, wenn dieser im kommenden Jahr an die Spitze der Europäischen Zentralbank rücken sollte, berichtete das Handelsblatt. Ein Wechsel Starks an die Bundesbank-Spitze sei die beste Lösung, zitierte die Zeitung ein Mitglied des Bundeskabinetts. Ein Regierungssprecher habe dies aber als Personalspekulationen bezeichnet. Die Bundesbank habe sich auf Nachfrage nicht geäußert.

Quelle: Deutsche Bank  CMS: Märkte am Morgen;  Autor: Cognitrend


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