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ETF Quarterly Statistics: 1. Quartal 2013

Der aktuelle Report liefert detaillierte Zahlen zur Entwicklung des ETF-Segments an SIX Swiss Exchange im 1. Quartal 2013....

Im 1. Quartal 2013 erzielte die Schweizer Börse einen ETF-Handelsumsatz von CHF 23.1 Mrd. Das zeigt die heute publizierte Ausgabe des Reports ETF Quarterly Statistics[pdf]. Dabei wurde sowohl im Januar (mit CHF 8’544 Mrd.) als auch im Februar (CHF 7’882 Mrd.) bereits ein höherer Monatsumsatz erzielt, als im besten Vorjahresmonat (Februar 2012: CHF 7’649 Mrd.).

Aktien entwickelte Regionen umsatzstärkste Anlageklasse

Mit CHF 10 Mrd. erzielten ETFs der Anlageklasse Aktien entwickelte Regionen 43% des Gesamtumsatzes. Rohwaren und Edelmetalle trugen mit CHF 6.4 Mrd. knapp 28% zum Gesamtumsatz des ETF Segments bei. Dabei investierten sechs der zehn handelsumsatzstärksten ETFs im Q1 in die Anlageklasse Aktien entwickelte Regionen, gefolgt von drei Produkten auf das Edelmetall Gold und einem ETF in der Kategorie Schwellenländer.

Als umsatzstärkster ETF beendete erneut der CS ETF (CH) on SMI das 1. Quartal 2013 mit einem Handelsumsatz von CHF 1’864 Mio. – das 6. Quartal in Folge. Auf Platz zwei der umsatzstärksten ETFs liegt im selben Zeitraum iShares MSCI EMG mit einem Handelsumsatz von CHF 814 Mio. Gleichzeitig blieb CS ETF im 1. Quartal umsatzstärkster Produktanbieter mit 25%, gefolgt von iShares mit 20%; neu auf Platz drei ist UBS ETF mit 19%.

State of the Art – unsere Auswahl an Exchange Traded Funds

SIX Swiss Exchange bietet Ihnen eine umfassende Palette an ETFs. Im 1. Quartal 2013 ist die Auswahl um weitere 34 ETFs gestiegen, darunter die ersten UBS ETFs auf verschiedene Solactive Global Indices und den SXI Life Sciences. Total zählt das ETF-Segment Ende Q1 an der Schweizer Börse 915 Produkte. Zudem durfte SIX Swiss Exchange im Januar einen neuen Emittenten begrüssen: Vanguard. Somit können per Ende März ETFs von 19 Anbietern gehandelt werden, für die 23 offizielle Market Maker Liquidität zur Verfügung stellen.

Mehr Transaktionen getätigt

Auch die Zahl der an SIX Swiss Exchange getätigten Abschlüsse hat im 1. Quartal zugenommen: 235’943 ETF-Transaktionen wurden im 1. Quartal 2013 getätigt, das sind fast 16’000 mehr als im gleichen Quartal im Vorjahr. Dabei stieg die durchschnittliche Abschlussgrösse einer Transaktion um rund 2.5% auf CHF 97’819.
Umfassendes Informationsmaterial

 

 

Quelle: ETFWorld.de – SIX Swiss Exchange

Deutsche Börse zweifelt Wirkung einer Finanztransaktionssteuer an
Eklatanter Widerspruch zwischen politischen Zielen und Wirkungen/Risikoimport durch die Hintertür

 

Die Deutsche Börse zweifelt den Sinn des heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Vorschlags einer Finanztransaktionssteuer an. Die Wirkungen dieser potentiellen Steuer stehen in einem diametralen Widerspruch zu den aus der Finanzkrise abgeleiteten politischen Zielen: auf der einen Seite will die Europäische Union berechtigterweise Transparenz und Stabilität der Finanzmärkte erhöhen und den Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligen. Auf der anderen Seite wird genau eine derartige Steuer dafür sorgen, dass Finanztransaktionen vermehrt in weniger regulierte und intransparente Märkte verlagert werden. Mögliche systemische Risiken bleiben damit unverändert, sie werden bloß dem Einfluss und der Kontrolle der Aufsicht entzogen.

Durch eine Einführung in nur 11 Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden sich diese negativen Effekte noch intensivieren. Zumal sich Länder mit wichtigen Finanzplätzen wie London und Luxembourg nicht an einer verstärkten Zusammenarbeit beteiligen werden. Dies wird eine einseitige Schwächung des Finanzstandortes Deutschlands mit massiven wirtschaftlichen Folgen nach sich ziehen.

Eine Steuer auf Finanztransaktionen nach dem Vorschlag der EU Kommission wäre somit ein Geschenk an die weniger regulierten und intransparenten Finanzmärkte. Länder, die eine Finanztransaktionssteuer einführen, importieren so durch die Hintertür wieder genau die Risiken für Kunden und Verbraucher, die sie eigentlich abstellen wollten. Damit läuft eine solche Steuer den Bestrebungen der G-20 entgegen, nach der Finanzkrise die regulierte und transparente Finanzmarktinfrastruktur zu stärken.

Außerdem werden auch all diejenigen die Steuer zahlen, die gemeinhin nicht zu den Verursachern der Krise zählen. Im Gegenteil: Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie werden sich infolge der steigenden Transaktionskosten wesentlich höheren Kapitalbeschaffungskosten gegenübersehen. Auch viele Sparer und Privathaushalte hätten mit großen finanziellen Einbußen zu rechnen, da die Steuer direkt ihren Altersvorsorgeprodukten belastet wird.


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