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Es sind nicht die „bösen“ Spekulanten

EUR USD (1,2330) Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Es sind in erster Linie nicht Spekulanten, die dem Euro zusetzten, sondern echte Investoren, die sich aus Euroland zurückgezogen haben. Dieses Bild zumindest vermitteln die neuesten Kapitalflussdaten für die USA und Großbritannien. Im März lagen die Käufe langfristiger US-Wertpapiere unter dem Strich bei…..

 

 

140,5 Mrd. USD – das ist ein neuer Rekord und gleich dreimal so viel wie im Februar. Auch China hat offenbar seine Strategie wieder geändert: Zum ersten Mal seit September trat es wieder als Nettokäufer von amerikanischen Staatsanleihen auf. Die Investoren sind offenbar tief verunsichert von der Schuldenkrise in Europa, so dass sie ihre Meinung inklusive ihres Engagements grundlegend verändert haben. Und ihre Überzeugung werden sie nicht mir nichts dir nichts revidieren – der Euro-Abwärtstrend wird sich daher längst nicht so schnell wieder umkehren lassen, wie er gekommen ist. Das ist natürlich eine Ermutigung für die Händler, den Euro auch jetzt noch zu verkaufen, obgleich er sich in der Nähe eines Vierjahrestiefs ziemlich billig anfühlt (siehe Market Bias Index). Da der Euro wohl  nach wie vor unter langfristigem Abgabedruck leidet, favorisieren auch wir weiterhin die Bären-Seite (auch wenn der gestrige Versuch fehlschlug). Wir wollen jedoch abwarten, bis die jüngsten, kurzfristig motivierten Short-Positionen wieder aus dem Markt gespült worden sind – das wäre vermutlich spätestens bei 1,2535 der Fall. Einstieg in die bearishe Strategie: 50 Stellen zuvor. Das Risikolimit wäre direkt oberhalb dieser Marke anzusetzen, während das Kursziel bei 1,2195/00 platziert würde.

USD JPY (92,45) Japan bleibt hinter China der wichtigste Käufer von US-Staatsanleihen; dies belegten gestern die US-Kapitalflussstatistiken. In Japan gab es hingegen heute Morgen neue Daten, unter anderem zum Dienstleistungssektor, die im März einen deutlichen Dämpfer erfuhr. Die Verbraucher zeigen sich dagegen noch konsumfreudig – besonders der Unterhaltungsbereich erfreut sich großer Beliebtheit. Die Daten bargen aber nichts Außergewöhnliches, sodass es, wie so oft, keinen nennenswerten Einfluss auf den Yen-Kurs zu verzeichnen gab. Wir rechnen somit weiterhin für den US-Dollar mit einer leichten Erholung bis 94,90. Unterstützungen liegen bei 91,60 und 89,60.  Letzteres Niveau markiert wie gehabt den Stabilitätsanker des Greenback.

EUR JPY (114,00) Obgleich es scheint, dass derzeit alle Welt versucht auf den Euro einzudreschen, konnte sich die Einheitswährung gestern behaupten. Unsere Verteidigungslinie, die bei 112,10 steht, wurde von Yen-Bullen gestern jedenfalls nicht angegriffen. Der Euro drehte 35 Stellen vorher ab und erholte sich im US-Handel fast wieder bis auf 115 ¥. Unsere Schlüsselunterstützung bleibt weiterhin die letzte Bastion. Der einzig erwähnenswerte Nachfragepunkt wartet danach erst bei 110,50. Widerstände sind frühestens bei 115,00 und 116,25 zu erwarten.

GBP USD (1,4430) Dass sich das britische Pfund gegenüber dem Euro seit Jahresbeginn – speziell seit März – wesentlich besser entwickelte, hat es den Querelen um Griechenland zu verdanken. Demnach ist es keine Überraschung, dass die Kapitalflüsse der jüngsten Vergangenheit eine eindeutige Anlage-Präferenz für die USA und Großbritannien belegen, die vorwiegend zu Lasten der Eurozone gehen. Kurstechnisch ist dieser Trend in den letzten zehn Tagen zumindest gegenüber dem Euro nicht fortgeführt worden. Und gegenüber dem USD entfaltete sich die Sterling- Schwäche weiterhin in Rekordgeschwindigkeit. Die Nachfrage bis zu unserer 1,4180er Unterstützung bleibt dürftig. Kurserholungen werden bei der 1,4530/80er Hürde auf reichlich Angebot treffen.

AUD USD (0,8715) AUD waren gestern weiter auf Talfahrt und peilen nunmehr die Marke 0,8570 an. Zwischenunterstützung liegt bei 0,8640. Widerstände setzen wir für heute bei 0,8810 und bei 0,8860 an.

 

Quelle:  Deutsche Bank CMS: FX-Tagesausblick; Autor: Cognitrend  


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