Starke Zuwächse bei Aktien und Fonds // Weiterhin hohes Volumen im Anleihenhandel…..
Im März 2013 hat die Börse Stuttgart nach Orderbuchstatistik rund 7,8 Milliarden Euro umgesetzt. Damit lag das Handelsvolumen knapp über dem Vormonat. Der größte Anteil entfiel auf verbriefte Derivate. In dieser Anlageklasse wurden im vergangenen Monat insgesamt rund 3,3 Milliarden Euro umgesetzt. Bei Anlageprodukten belief sich das Handelsvolumen auf rund 1,9 Milliarden Euro. Hebelprodukte trugen im März rund 1,4 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz bei.
Der Umsatz im Anleihenhandel an der Börse Stuttgart erreichte annähernd 2,7 Milliarden Euro und lag damit rund 4 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Besonders stark stieg das Han-delsvolumen bei Wandelanleihen, Bundesanleihen und Emerging Markets Bonds.
Der Orderbuchumsatz im Aktienhandel belief sich im März auf rund 1,2 Milliarden Euro. Damit stieg das Handelsvolumen gegenüber Februar um rund 12 Prozent. Im Vergleich zum Vorjah-resmonat legte der Aktienhandel um 6 Prozent zu. Deutsche Aktien steuerten rund 906 Millionen Euro und ausländische Werte rund 260 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei.
Im Handel mit Exchange Traded Products (ETPs) und Investmentfonds setzte die Börse Stuttgart über 655 Millionen Euro um – dies entspricht einem Zuwachs von über 40 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Der größte Anteil von rund 581 Millionen Euro entfiel dabei auf ETPs wie Exchange Traded Funds (ETFs) und Exchange Traded Commodities (ETCs). Im Handel mit Investmentfondsanteilen wurden rund 75 Millionen Euro umgesetzt und damit fast 78 Prozent mehr als im Vormonat.
Quelle: ETFWorld.de – Börse Stuttgart
Deutsche Börse zweifelt Wirkung einer Finanztransaktionssteuer an
Eklatanter Widerspruch zwischen politischen Zielen und Wirkungen/Risikoimport durch die Hintertür
Die Deutsche Börse zweifelt den Sinn des heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Vorschlags einer Finanztransaktionssteuer an. Die Wirkungen dieser potentiellen Steuer stehen in einem diametralen Widerspruch zu den aus der Finanzkrise abgeleiteten politischen Zielen: auf der einen Seite will die Europäische Union berechtigterweise Transparenz und Stabilität der Finanzmärkte erhöhen und den Finanzsektor an den Kosten der Krise beteiligen. Auf der anderen Seite wird genau eine derartige Steuer dafür sorgen, dass Finanztransaktionen vermehrt in weniger regulierte und intransparente Märkte verlagert werden. Mögliche systemische Risiken bleiben damit unverändert, sie werden bloß dem Einfluss und der Kontrolle der Aufsicht entzogen.
Durch eine Einführung in nur 11 Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden sich diese negativen Effekte noch intensivieren. Zumal sich Länder mit wichtigen Finanzplätzen wie London und Luxembourg nicht an einer verstärkten Zusammenarbeit beteiligen werden. Dies wird eine einseitige Schwächung des Finanzstandortes Deutschlands mit massiven wirtschaftlichen Folgen nach sich ziehen.
Eine Steuer auf Finanztransaktionen nach dem Vorschlag der EU Kommission wäre somit ein Geschenk an die weniger regulierten und intransparenten Finanzmärkte. Länder, die eine Finanztransaktionssteuer einführen, importieren so durch die Hintertür wieder genau die Risiken für Kunden und Verbraucher, die sie eigentlich abstellen wollten. Damit läuft eine solche Steuer den Bestrebungen der G-20 entgegen, nach der Finanzkrise die regulierte und transparente Finanzmarktinfrastruktur zu stärken.
Außerdem werden auch all diejenigen die Steuer zahlen, die gemeinhin nicht zu den Verursachern der Krise zählen. Im Gegenteil: Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie werden sich infolge der steigenden Transaktionskosten wesentlich höheren Kapitalbeschaffungskosten gegenübersehen. Auch viele Sparer und Privathaushalte hätten mit großen finanziellen Einbußen zu rechnen, da die Steuer direkt ihren Altersvorsorgeprodukten belastet wird.
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